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Über uns | Poker-Partner / Pokervereine | AGB | Partnerprogramm / Affiliates | Kontakt | Pokerstrategien | Pokerbücher | Sit and Go | Traderbuli Börsengewinnspiel - echtes Geld zu gewinnen | Felix Clivus | Eldorado-Casino Pokerbuli-Partner für Live-Poker Copyright © 2008-2009 by Pokerbuli Strategie-Tipps für HeadsUp-Matches (HU) Strategietipps für das erfolgreiche Spielen von HeadsUp-Turnieren Das Spielen von HeadsUp-Matches erfordert eine völlig veränderte Strategie - im Gegensatz zu "normalem" Turnierpoker! Gegensätzlich zu der weit verbreiteten Meinung, dass ein HeadsUp-Match fast vollkommen vom Glück abhängig wäre, ist dies keineswegs der Fall. Es trifft lediglich zu, dass die meisten Spieler mit einer völlig falschen Strategie an solche HeadsUp-Spiele herangehen und deshalb auch langfristig verlieren! Ein HU- Spieler mit der richtigen Strategie wird sich aber langfristig immer unter den Gewinnern befinden! Wo liegen aber die wesentlichen Unterschiede eines HU im Vergleich zu Poker gegen mehrere Gegner? Da jeder Spieler in einem solchen HU-Match bei jeder einzelnen Hand auch immer einen Blind zu bezahlen hat, muss beispielsweise ein sehr tighter Spieler bei HeadsUp-Poker in der Regel auch stark umdenken und seine grundsätzliche Strategie verändern. Das Warten auf gute oder sogar sehr gute Pocketcards ist jetzt nicht mehr angebracht und würde schnell zu einem unnötigen Verlust an Chips führen! Ebenso sollte man nicht bei jedem Raise seine Starthand kampflos aufgeben. Welche optimale Strategie ist aber angebracht? So schreibt zum Beispiel David Sklansky über HeadsUp-Poker, dass es hier vorrangig darum geht, so viele Blinds wie immer möglich zu stehlen aber auch gleichzeitig den Gegner, wenn es denn die eigene Starthand zulässt, in eine Falle zu locken, um dann den Chiplead zu übernehmen. Wie aber funktioniert dies am besten? Wann sollte man bluffen, wann raisen und wie auf einen Reraise am besten reagieren? Wie schon anfänglich erwähnt, reicht die zur Verfügung stehende Zeit in einem HU-Match in den seltensten Fällen aus, um auf gute Starthände, wie z.B. A,K oder auch hohe Pocketpaare zu warten. Daher stellt im HeadsUp ohne Ausnahme jedes Pocketpair und ebenso jedes Ass (unabhängig vom Kicker) eine gute bis sehr gute Starthand dar. Suited Connectors beispielsweise verlieren in einem HU wiederum stark an Wert, da sich eine solche Hand fast in jedem Fall noch verbessern muss, um zur "winning hand" zu werden und gerade in einem HU-Match werden Sie selten entsprechende Pott Odds vorfinden, die das Bezahlen einer weiteren Karte gerechtfertigen würden wenn Sie den Flop verfehlt haben. Eher schon kommt es in einem HU-Match darauf an, durch entsprechende Bets oder auch Raises und Reraises Ihren Gegner davon zu überzeugen, sie hätten genau Ihre benötigte Karte getroffen. In einem HU-Match sind Bluffs an der Tagesordnung - und dies fast ständig! Nutzen Sie dieses Instrument - übertreiben Sie es aber nicht zu sehr sondern variieren Sie besser Ihr Spiel! Spielen Sie ein HU-Match anfänglich immer aggressiv, um Ihren Gegner erst einmal typisieren zu können, wenn Sie deren Spielweise nicht ohnehin schon kennen sollten! Testen Sie aus, wie Ihr Gegner in der Regel auf Preflop-Raises reagiert. Setzen Sie Reraises um ihn noch besser einschätzen zu können. Setzen Sie diese allerdings anfänglich nicht zu hoch an - moderate Sätze reichen normalerweise bereits aus, um eine erste Einschätzung vornehmen zu können. Und: vermeiden Sie Coinflip- Situationen, wo immer es geht. Sie wollen Ihr Können und nicht Ihr Glück in einem HeadsUp auf den Prüfstand stellen! Erhöhen und raisen Sie sehr häufig, erlangen Sie einen Vorteil, wenn es Ihr Gegner nicht weiß, diese Spielweise für sich und sein Spiel selber zu nutzen. Sollten Sie also gegen einen sehr passiven Gegner am HU-Tisch sitzen, erhöhen Sie fleißig und regelmäßig und setzen Sie durchaus auch einen Reraise an, wenn es das Board zulässt. Schnell werden Sie in einem solchen Fall einen großen Vorteil an Chips erlangen! Seien Sie aber auf der Hut, wenn Sie selber einen Reraise als Antwort erhalten, denn Sie spielen gegen einen tighten Gegner! Wie sollte man aber am besten reagieren, wenn der Gegner selber ein sehr aggressiver Spieler ist? Wie kann man eine solche Spielweise durchbrechen und letztlich dennoch zu seinem eigenen Vorteil nutzen? Bedenken Sie hier unbedingt: Ein aggressiver Gegner lässt sich praktisch nie durch Gegen-Aggressionen Ihrerseits beeindrucken. Er wird - ganz im Gegenteil - meist noch aggressiver reagieren und häufig enden dann solche Begegnungen mit einem schnellen All-in bei dem dann durch einen Coinflip tatsächlich das Glück die Oberhand gewinnt und das Können eher eine untergeordnete Rolle spielen würde! Bedenken Sie bei allen Entscheidungen, dass Ihr Gegner durchschnittlich nur in rund 30 % der Fälle das Board auch tatsächlich treffen wird bzw. getroffen hat! Antwortet Ihr Gegner also zu Ihrer Verärgerung auf fast jeden Ihrer eigenen Bets oder Raises mit einem eigenen Raise bzw. Reraise, sollten Sie optimalerweise erst einmal einige Gänge zurück schalten aber keineswegs das Feld kampflos räumen! Treiben Sie Ihren aggressiven Gegner jetzt einfach nach und nach "in den Wahnsinn" und bringen Sie ihn zum tilten! Wie das geht? Nun, hier ist erst einmal Geduld gefragt. Treffen Sie das Board, checken Sie. Haben Sie sehr gute Starthände, wie z.B. A,K oder ein Pocketpaar, limpen Sie nur in den Pott! Ihr aggressiver Gegner wird fast sicher darauf hereinfallen und Ihnen dann früher oder später eine gute Gelegenheit geben, ihm einen Großteil seiner Chips abzunehmen. Nichts ärgert einen aggressiven Gegner mehr als Chips zu verlieren und nichts lässt ihn ungeduldiger agieren als eine sehr tighte Spielweise seines Gegenübers! Nutzen Sie dieses Wissen zu Ihrem Vorteil! Hat Ihr Chipstapel gegen einen aggressiven Gegner schon stark abgenommen und Sie bekommen einfach keine Gelegenheiten, um die Regie des HU-Matches übernehmen zu können? Setzen Sie nun die Mathematik ein! Berechnen Sie Wahrscheinlichkeiten! Sie wissen, dass sehr gute Pocketkarten in einem HU nicht häufig vorkommen. Und wie bereits erwähnt, werden weder Ihnen noch Ihrem Gegner zwei von drei Flops auch nur in irgend einer Form helfen. Hat sich Ihr aggressiver Gegner also schon einmal daran gewöhnt, dass Sie eher zurückhaltend und vorsichtig spielen oder auch nach Raises sehr häufig Ihre Karten folden und plötzlich raisen Sie sehr stark, wird er in der Regel auch erwarten, dass Sie in diesem Moment tatsächlich eine sehr gute Starthand erhalten haben und seine Reaktion wird in einem Fold bestehen. Erhöhen Sie deshalb gegen solche Gegner nur in kleinen Schritten. Hat Ihr Gegner nun ebenso eine einigermaßen gute Starterhand, wird er Sie callen oder auch raisen. Es ist unwahrscheinlich, dass Ihr Gegner tatsächlich gleichzeitig wie Sie so gute Pocketkarten, wie z.B. K,K getroffen hat. Wenn doch, ist es in der Tat Pech gewesen aber ein solcher Bad Beat gehört zu Poker von Zeit zu Zeit einfach mit dazu! Shit happens! Bedenken Sie bei all Ihren Entscheidungen immer grundsätzlich, Ihre Einsätze und Erhöhungen immer nur so hoch zu wählen und zu platzieren, um exakt das zu erreichen, was Sie auch damit bezwecken möchten! In den meisten Fällen wird Ihr Ziel ein Fold des Gegners und nicht der Showdown sein. Ist Ihr Gegner sehr tight und foldet seine Hand in der Regel wenn z.B. preflop zwei BB von Ihnen erhöht wurden, dann erhöhen Sie auch nur diese beiden BB! Es gibt hier auch nicht die geringste Veranlassung, mehr Chips zu setzen! Callt Ihr Gegner grundsätzlich fast jeden Flop, so reduzieren Sie Ihre eigenen Angriffe hauptsächlich auf gewinnversprechende Situationen, also solche, wenn Sie den Flop getroffen haben oder auch Ihre Chancen gut stehen, sich noch verbessern zu können. Knallt Ihnen Ihr Gegner ständige All-In´s um die Ohren? Stellen Sie Ihr Spiel auf einen sehr tighten Spielstil um! Pocketkarten, wie z.B. K,8o oder ähnliche Hände reichen dann keinesfalls mehr dafür aus, um eigene Chips in die Mitte des Tisches zu schieben! Überlassen Sie einem derart aggressiven Gegner Ihre Blinds und warten Sie in jedem Fall auf ein eigenes starkes Blatt, wie z.B. ein mittleres Pocketpaar oder auch eine Hand, wie z.B. A,9o (aufwärts). Als Gegenangriff selber oft All-in zu gehen, ist in einem solchen Fall grundverkehrt, denn Spielertypen, wie die gerade beschriebenen neigen durchaus ebenso dazu, auch riskante Calls zu tätigen und mit Händen, wie z.B. Q,8o oder auch K,9o ein All-in zu callen. Die Gefahr, dann Ihren kompletten Chipstapel in nur einer Hand einzubüßen, wäre viel zu hoch! Alles in allem zusammengefasst kann man über HeadsUp-Matches sagen, dass in der Regel der Spieler der Verlierer sein wird, der es nicht versteht, sich auf seinen jeweiligen Gegner, der ihm "Auge in Auge" gegenübersitzt und auf dessen Spielweise einzustellen und ihn so letztlich mit seinen eigenen Waffen auskontert. Glück gehört natürlich in einem gewissen Maße bei jedem Pokerspiel - und so auch im HU - mit hinzu aber Glück alleine reicht keinesfalls aus, um ein erfolgreicher HU-Spieler zu werden! Befolgen Sie diese Tipps und lehren Sie Ihre Gegner am HeadsUp-Pokertisch das Füchten. Es ist einfacher, als Sie es vielleicht glauben! ![]() |