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Die Geschichte des Pokerspiels - wie alles begann:

Wann genau
Poker das erste Mal gespielt wurde und wo es ganz exakt herstammt, kann leider nicht mehr genau geklärt werden.
Erste Vorläufer des heutigen Poker kann man aber relativ sicher bis ungefähr zum 14. Jahrhundert zurück verfolgen. Zu dieser Zeit wurde nämlich in Ägypten bereits ein Kartenspiel mit Wettelementen, nämlich Ganjifa, gespielt. Die Spielkarten bestanden damals allerdings tatsächlich noch aus reinem Elfenbein und das Kartenspiel war damit ausschließlich der Oberschicht vorbehalten. Etwas später ist in persischen Quellen ebenso ein Spiel zu finden, in dem es bereits bestimmte Wertigkeiten von einzelnen Spielhänden gab, nämlich das Kartenspiel As Nas.
 
Im 15. Jahrhundert schließlich entwickelten sich aus dem spanischen Kartenspiel
Primero, das von der Spielanlage her schon eine relativ große Ähnlichkeit zu Poker hatte, einige weitere Varianten, wie z.B. das französische Kartenspiel Poque und auch das deutsche Kartenspiel Poch. Bei diesen Kartenspielen fällt bereits die große Namensähnlichkeit zum heutigen Poker auf. Die Namen Poch und Poque leiten sich von dem Verb pochen ab, welches wiederum auf englisch to poke (stecken, (herum-)stochern, stöbern, stoßen) heißt.
 
Hieraus entwickelte sich schließlich dann auch der heutige Name Poker.
Weitere Spiele, die man in diesem Zusammenhang nennen muss und die mit Sicherheit ebenso einen gewissen Einfluss auf Poker ausübten, sind das französische Kartenspiel Bouillotte (Brelan) und das englische Kartenspiel Brag.
 
Etwa um 1829 wurde dann wahrscheinlich von französischen Siedlern das Kartenspiel
Poque nach New Orleans in die Vereinigten Staaten gebracht. So kann man in einem Bericht des englischen Schauspielers Joseph Crowell nachlesen, dass zu dieser Zeit in New Orleans ein Kartenspiel mit einem Deck aus 20 Karten und einer Teilnehmerzahl von vier Spielern gespielt wurde, bei dem diese immer auf die mutmaßlich beste Hand setzten. Schließlich breitete sich dieses Kartenspiel mittels der Mississippi-Dampfschiffe über den gesamten Osten der vereinigten Staaten aus.
 
Während des Goldrausches in der Mitte des
19. Jahrhunderts breitete sich das Spiel schließlich ebenso im Westen der Staaten und schließlich in den gesamten USA aus. Ungefähr seit diesem Zeitpunkt wurde dann auch nur noch einheitlich mit einem Deck aus 52 Karten gespielt und die Wertigkeiten der Hände wurden durch den Flush ergänzt, den es davor nicht gegeben hatte.
 
Die nächsten Erweiterungen des Pokerspiels können in etwa auf die Zeit des
amerikanischen Bürgerkrieges datiert werden. Beispielsweise wurde zu dieser Zeit erstmals die Straight eingeführt und ebenso verschiedene Poker-Spielvarianten ergänzt.
 
Die Einführung der heute am beliebtesten Variante, nämlich das
Hold'em-Poker (oder auch Texas Hold'em) erfolgte erst relativ spät, nämlich zu Anfang des 20. Jahrhunderts.
 
Eine sehr große Steigerung seines Bekannheitsgrades und auch seiner Beliebtheit weltweit erfuhr Poker jedoch vor allen Dingen ab dem Beginn der Pokerturnier-Veranstaltung
World Series of Poker (Anfang der 70er Jahre des 20. Jahrhunderts), welche bis heute weltweit als die bedeutendste Pokerveranstaltung des gesamten Jahres unter allen Pokerspielern gilt. Einen regelrechten weltweiten Boom erlebte das Pokerspiel allerdings letztendlich gegen Anfang des 21. Jahrhunderts.
Was genau diesen immer noch weltweit anhaltenden und vom tatsächlichen Ausmaß her nach wie vor nicht abschätzbaren Boom des Pokerspiels letztlich ausgelöst hat und wie lange dieser noch fortbestehen wird bzw. wann er seine Spitze erreicht hat, lässt sich derzeit nicht wirklich voraussagen.
 
Einige Personen vermuten als eine ausschlaggebende
Ursache hierfür die Geschichte des Pokerspielers Chris Moneymaker, der als Buchhalter in Tennessee arbeitete, als er 39,- US $ für seine Teilnahme an einem Qualifikationsturnier bei dem Online-Pokeranbieter Pokerstars zahlte, in dessen weiterem Verlauf er sich schließlich tatsächlich für die WSOP qualifizieren konnte.
 
Die
WSOP 2003 war sein erstes Live-Turnier, das er bis dahin überhaupt gespielt hatte. Es
gelang ihm tatsächlich, dieses als erster Sieger zu beenden und den mit  2.500.000,- US $ dotierten, ersten Preis zu gewinnen. Er machte damit quasi den amerikanischen Traum "vom Tellerwäscher zum Millionär" wahr und erhielt letztlich durch diesen Erfolg den Status eines Poker-Superstars. Viele Leute wurden durch seinen Erfolg hellhörig und verspürten selber auch den Wunsch, mittels Poker ein Vermögen zu verdienen - selbst dann, wenn sie bis dato noch niemals ein Pokerturnier gespielt hatten.
 
Aber letztlich dürften es wohl die
Medien sein, die durch eine immer weiter steigende Anzahl an Übertragungen und Berichten von Pokerturnieren und immer neue Poker-Sendeformate die Bekannheit des Kartenspiels Poker weiter forcierten und damit zu einem sehr großen Anteil am nicht aufzuhaltenden Pokerboom beigetragen haben und dieses nach wie vor noch tun.
 
Das
Zeitalter des Internets und unzählige Online-Anbieter von Pokerräumen, die es mittlerweile sogar möglich machen, an 24 Stunden am Tag und 7 Tagen pro Woche - also nonstop - ganz einfach von zu Hause aus mit Gegnern aus der ganzen Welt Poker spielen zu können, halten den Trend zum pokern weiterhin auf einem hohen Level.
 
Ein Ende des Poker-Booms ist also nicht abzusehen - aber warum sollte es das auch?
 
Poker, das leider
fälschlicherweise von vielen Leuten oft als reines Glücksspiel gesehen wird, ist ein überaus spannendes und strategisches Kartenspiel, bei dem vor allen Dingen das Geschick der einzelnen Spieler und nicht hauptsächlich das Kartenglück über Gewinn oder Niederlage entscheidet.
 
Darüberhinaus ist Poker für viele Personen ein
sehr schönes Hobby und mittlerweile sogar für viele Leute, die das Spiel erlernt und verstanden haben, eine lukrative Geldeinnahmequelle geworden.
 
So soll es weltweit derzeit sogar bereits
mehrere tausend Menschen geben, die Poker zu ihrem Beruf gemacht haben und mittels professioniellem Pokerspiel ihren Lebensunterhalt bestreiten!
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