|
Copyright © 2008-2012 by Pokerbuli Pokerregeln von Texas Hold'em / Basics - Teil 2: grundsätzlicher SpielablaufDas Grundwissen über die Blattrangfolge der einzelnen Hände haben Sie im ersten Teil unseres Online- Kurses gelernt, der Ihnen die Basics von Texas Hold'em vermitteln soll. An dieser Stelle soll noch einmal darauf hingewiesen werden, dass es unverzichtbar ist, sich die zehn möglichen Pokerhände auswendig einzuprägen und stets auf Abruf parat zu haben. Sollten Sie online Poker spielen, ist es natürlich theoretisch auch möglich, sich einen Spickzettel neben den Computer zu legen - bei einem Live-Turnier hingegen würden Sie sich lächerlich machen, wenn Sie einen solchen aus der Tasche ziehen müssten, weil Sie es nicht genau wissen, welche Wertigkeit Ihre Hand besitzt. Nach sehr kurzer Zeit des praktischen Spiels werden Ihnen diese allerdings so sehr in "Fleisch und Blut" übergegangen sein, dass Sie sie auch problemlos beherrschen werden. Nun ist es an der Zeit, die Regeln des grundsätzlichen Spielablaufes kennenzulernen: Die Blinds (Small Blind - Big Blind), Ante:Damit kein Spieler mit seinen Aktionen so lange abwarten kann, bis er tatsächlich auch sehr gute Karten erhält, gibt es Zwangseinsätze, die man auch als Blinds bezeichnet. Die Blinds müssen von jedem Spieler von Zeit zu Zeit getätigt werden, noch bevor er seine eigenen Karten (Pocketkarten) erhalten hat. Während an einem Cash-Tisch die Blinds zu jeder Zeit immer gleich hoch bleiben, steigen diese in Turnierspielen in vorher festgelegten Intervallen stets immer weiter an. Vor dem Austeilen jeder Hand müssen die beiden Spieler links vom Dealer diese Blinds setzen. Der Spieler unmittelbar links vom Dealer setzt dabei immer den "Small Blind" und der Spieler unmittelbar links vom Small Blind muss den "Big Blind" setzen. Die Höhe des Big Blinds hängt entweder vom Tisch-Limit ab (bei Cashgames) oder auch von der gerade geltenden Blindphase während eines Turniers bzw. Sit-and-Go Tisches (welche permanent in bestimmten Intervallen ansteigen). Der Small Blind entspricht in der Regel die Hälfte des Big Blinds. Bei Turnierspielen von Texas Hold'em kann es auch zum Einsatz eines sogenannten "Ante" kommen. Hierunter versteht man einen zusätzlichen Zwangseinsatz, der von allen Spielern (auch von denen, die die Blinds setzen müssen) - unabhängig von den Blinds - zu bringen ist. Ein Ante kommt (wenn überhaupt) bei Texas Hold'em meist erst in zeitlich fortgeschrittenen Turnierphasen zum Einsatz. ![]() Anzahl der möglichen Spieler:Bei der Pokervariante "Texas Hold'em" können an einem Pokertisch immer bis zu zehn Spieler gleichzeitig sitzen. Im Turniermodus gespielt, können bei Texas Hold'em Poker natürlich auch mehr als zehn Spieler teilnehmen, die dann auf mehrere Tische verteilt werden. Scheiden entsprechend viele Spieler aus einem Turnier aus, werden die verbleibenden an eine reduzierte Anzahl von Tischen neu verteilt. Dies wird so lange fortgesetzt, bis exakt ein Spieler im Turnier verbleibt und als Sieger feststeht. Im Cash-Modus gespielt, können alle Spieler so lange am Tisch verbleiben, bis das vorhandene Kapital aufgebraucht ist. Pocketkarten - Gemeinschaftskarten:Jeder Spieler erhält zwei verdeckte Karten, die man auch als "Pocketkarten", "Pocket Cards" oder auch "Hole Cards" bezeichnet. Diese beiden Karten sind für alle anderen Spieler nicht sichtbar. In verschiedenen Schritten werden nun fünf Karten in der Mitte des Tisches offen ausgelegt. Diese werden als "Gemeinschaftskarten" oder auch "Community Cards" bezeichnet und jeder Spieler kann sie verwenden, um in Verbindung mit seinen beiden eigenen Karten bestimmte Pokerhände bilden zu können. Alle hierbei möglichen Pokerhände sind im Teil 1 unseres Onine-Pokerkurses aufgelistet. Es ist bei der Pokervariante Texas Hold'em übrigens unerheblich, ob und wenn ja, wie viele eigene Karten und wie viele der Gemeinschaftskarten für die Bildung einer Hand verwendet werden. Es zählen immer die fünf Karten, die es dem jeweiligen Spieler ermöglichen, die für Ihn bestmögliche Hand zu bilden. Dies können theoretisch auch die kompletten fünf Gemeinschaftskarten sein. Dealerbutton:Ein Spieler pro Spielrunde ist immer symbolisch der Dealer. Dies wird durch einen "Dealerbutton" symbolisiert, der in der Regel entweder den Buchstaben "D" trägt oder auch mit dem Wort "Dealer" beschriftet ist. Der Dealer-Button wandert im Uhrzeigersinn um den Tisch, wird also nach jeder fertig gespielten Hand an den linken Nachbarn weitergegeben. In jeder Spielrunde ist somit ein anderer Spieler der Dealer. Der Dealer agiert als letzer Spieler nach dem Austeilen des Flops (der ersten drei Gemeinschaftskarten) und hat damit den besten Ausgangsplatz der gespielen Hand. Vier Setzrunden (Preflop - Flop - Turn - River):Jede Hand besteht aus vier unterschiedlichen Setzrunden. Diese Setzrunden werden folgendermaßen bezeichnet: - Preflop (jeder Spieler hat bisher nur seine verdeckten Pocketkarten erhalten - keine Gemeinschaftskarten sind ausgeteilt) - Flop (die ersten drei Gemeinschaftskarten werden offen in der Tischmitte ausgelegt) - Turn (die vierte Gemeinschaftskarte wird offen in der Tischmitte ausgelegt) - River (die letzte, also die fünfte Gemeinschaftskarte wird offen in der Tischmitte ausgelegt) Nach dem Austeilen der Karten der jeweiligen Setzrunde kann jeder Spieler in verschiedenen Weisen agieren. Aktionsmöglichkeiten der Spieler (Bet - Check - Call - Raise - Reraise - Fold):Folgende Aktionsmöglichkeiten stehen zur Verfügung: Bet (Niemand vor Ihnen hat gesetzt und Sie möchten einen Einsatz bringen) Check (Niemand vor Ihnen hat gesetzt und Sie möchten ebenso keinen Einsatz bringen) Call (Jemand vor Ihnen hat bereits einen Einsatz (Bet oder Raise) gebracht und Sie möchten zwar weiter mitspielen aber nicht erhöhen) Raise (Jemand vor Ihnen hat bereits einen Einsatz gebracht, Sie möchen ebenso mitspielen, diesen Einsatz aber noch weiter erhöhen) Reraise (Jemand vor Ihnen hat bereits einen Raise vorgenommen und Sie möchten diesen noch einmal weiter erhöhen) Fold (Jemand vor Ihnen hat einen Einsatz gebracht und Sie möchten in dieser Hand nicht weiter mitspielen) Ermittlung des Gewinners einer Hand oder Teilung des Potts (Split Pot):Nach dem Abschluss der vier Setzrunden müssen alle noch in der jeweiligen Hand befindlichen Spieler Ihre beiden Pocketkarten aufdecken (Showdown) und es wird der Sieger der Hand ermittelt. Der Spieler, der die am höchsten wertige Poker-Hand vorweisen kann, gewinnt den kompletten Pott, also alle Chips, die im Verlauf der jeweiligen Hand in allen Setzrunden zusammen eingesetzt worden sind. Hierbei kann es auch zu einer Teilung des Potts kommen (Split Pot). Dies würde dann zum Tragen kommen, wenn ein oder auch mehrere letztlich im Spiel verbliebene Spieler eine exakt gleichwertige Hand vorweisen können. |